In der Western Division liegt, heute auf fünf Distrikte (Landkreise) aufgeteilt, das frühere Königreich Foni. Die Bevölkerung wird von dem sehr eigenwilligen und eigenständigen Volk der Jola geprägt. Jola haben ein sehr tiefes Verständnis für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Kein Wunder, der Islam ist hier vielfach nur oberflächliches Bekenntnis, während der Kern der Weltanschauung der Jola auch heute noch auf animistischen Vorstellungen beruht. Die Geister der Ahnen und die Geister der Natur spielen nicht nur bei den großen (teilweise geheimen) Feierlichkeiten die beherrschende Rolle, sondern auch im Alltag. Die tiefe Verbundenheit der Jola mit ihren "Baumpersönlichkeiten" und die tiefgründigen Sand- und Lehmböden haben dazu geführt, daß die Idee einer modernen Gemeindewaldwirtschaft hier auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist.
Brefet, CILSS-Konferenz September 1997
In Foni Brefet werden mit Trommeln und Tanzen Gäste begrüßt, die einen der ältesten und erfolgreichsten Gemeindewälder Gambias besuchen.

Zwar sind die Jola seit alters her Reisbauern, doch roden sie den artenreichen Galeriewald in weit geringerem Maße als benachbarte Volksstämme in anderen Teilen Gambias. Die Hauptbaumarten der Wälder auf grundwassernahen Standorten in Foni sind Mahagony (Khaya senegalensis), Talimbaro (Erytophleum guineense) und Rhunpalme (Borassus aethiopum). In Dörfern und auch vielfach mitten im Wald, was dann meist auf eine vor Jahrzehnten verlassene Siedlung hindeutet, gibt es viele Bantango (Kapok-Bäume, Ceiba pentandra).

Je weiter man sich vom Gambiafluß entfernt, desto artenärmer und trockener werden die Wälder. Keno (Pterocarpus erinaceus), Kyembo (Prosopis africana) und Buschmango (Cordyla Pinata) sind die vereinzelt stehenden Hauptbaumarten, dazwischen breitet sich, teils durch Waldbrand ausselektiert, teils als typisches Gehölz brachliegender Felder, Wolo (Terminalia sp.) aus. Regelrechte Holzproduktion ist aufgrund der meist guten Standorte möglich, die Nähe zum Hauptabsatzmarkt Serekunda/Banjul ist allerdings auch ein starker Anreiz zur Übernutzung der Wälder.

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