1998/99 wurde die Bureng Forest Station in Jarra East in der Lower River Division neu erbaut. Standort ist das Dorf Willingara Ba wegen der günstigen Lage direkt an der Fernstraße und der relativ guten Kommunikationsmöglichkeiten vor Ort. Das Dorf Bureng mit dem Wald Folangko-Suto war Vorreiter der Gemeindewald-Idee in Jarra gewesen, und die erste Forest Station ist nach den "Pionieren" benannt worden.

Hirsepflanzung, in der neuen Forest Station Bureng in Willingara Ba, Jarra East (LRD)
Die "Forest Station" ist Dreh- und Angelpunkt im Aufbau der gambischen Forstverwaltung. Von einer Forest Station aus werden alle Wälder im Bereich eines administrative circle verwaltet, der 2-3 Distrikte (Landkreise) umfaßt. Das sind im Fall der Bureng Forest Station etwa 35 Dörfer und ca. 6000 ha Wald, davon 1050 ha Gemeindewald und etwa 3000 ha von der Forstverwaltung kontrollierte staatliche Forest Parks. Normalerweise gehören 3-4 Revierförster zum Team einer Forest Station, die jeweils im Mittelpunkt eines Distriktes postiert sind und ihre Dienstwege (von täglich bis zu 50 km schlechte Piste) mit Fahrrädern erledigen. Die Forest Station dient zur Erstellung und Aufbewahrung aller Dokumente (v.a. der Verträge mit den Gemeindewald-Besitzern), zur Fortbildung von Waldbauern und zur Koordination der Arbeit der zuständigen Förster.
Während meiner Arbeitszeit in Gambia war die Bureng Forest Station meist nur mit der Hälfte des vorgesehenen Personals ausgestattet. Die vom GGFP aufgebaute Forstschule in Kafuta (Western Division) kann nur nach und nach den Bedarf der Forstverwaltung nach qualifiziertem Personal decken. Außer dem Betrieb der Forstschule ist auch der Bau der Bureng Forest Station Teil der deutschen Entwicklungshilfe im GGFP gewesen. Neben dem Bau der Forest Station, dessen Überwachung viel Zeit in Anspruch nahm, war die Arbeit mit den Dörfern sehr erfolgreich, Fläche und Zahl der ausgewiesenen Gemeindewälder wurden von 1997 bis 2000 verdoppelt.
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