Der Bugongol-Gemeindewald im Distrikt Foni Bondali ist der größte in Gambia, mit 1326 ha und sechs beteiligten Dörfern. Damit ist er auch einer mit entsprechend großen Problemen, was die Abstimmung zwischen allen Beteiligten und die Kontrolle über den ausgedehnten Wald betrifft.

CF Bugongol, August 1998 Feuerschutzstreifen im Bugongol-Gemeindewald

Bugongol liegt auf leicht gewelltem Hügelland südlich des Gambia-Zuflusses Bintang Bolong; in den Tälern finden sich grundwassernahe Standorte mit guten Mahagony (Khaya senegalensis)- und Santango (Daniella olivieri)-Beständen, auf den felsigeren Plateaulagen Keno (Pterocarpus erinaceus) und Kyembo (Prosopis africana). Bugongol gab dank Standortvielfalt und Bereitschaft der Waldbauern zur Mitarbeit einen guten Versuchsstandort ab für forsttechnische und organisatorische Verfahren. Als Bugongol in der Trockenzeit 1998/99 zum ersten Mal seit Jahrzehnten nicht komplett abbrannte, war das ein Riesenerfolg.

Da in unmittelbarer Nachbarschaft Präsident Jammeh seinen Landsitz Kanilai hat, ist Bugongol praktisch unter direkter Beobachtung durch die Regierung. Das hat einerseits zur Folge gehabt, daß seit 1999 vom Präsidenten Unterstützungsleistungen bei der Waldbrandbekämpfung kamen, andererseits aber auch, daß Bugongol teilweise schon als Privateigentum des Präsidenten gesehen wird. Um die neue Touristenlodge in Kanilai etwas aufzuwerten, wurde Bugongol in 2002 teilweise zum Wildpark umfunktioniert.


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