Das Dorf Bondali (etwa 2000 Einwohner), mitten in Foni, war sozusagen meine erste "Zweite Heimat" in Gambia. Mit dem Team der dortigen Forest Station arbeitete ich von Mai 1997 bis März 2000 zusammen.

Bondali Forest Station, Pflanzkampagne Juli 1998
Forest Ranger Lamin A. F. Jarju präpariert in der Baumschule von Bondali Gmelina arborea-Pflanzen für den Transport in einen Gemeindewald.

Viele materielle und logistische Probleme führten nach und nach zu innovativen Lösungen, die, alles in allem gesehen, besser und nachhaltiger funktionierten als die bisherigen "Standartmodelle". So wurden kleine, dezentral angelegte Baumschulen zum zweiten Standbein bei der Pflanzenversorgung, weil der ständige Nachschub aus Mitteln und mit Fahrzeugen des Forstprojektes nicht zu gewährleisten war und zudem erhebliche Qualitätsmängel bei den zentral gekauften und verteilten Pflanzen nicht abstellbar schienen. Um langfristig die Pflanzenversorgung zu sichern, wurden Modelle entwickelt, die das wirtschaftliche Überleben der privaten Baumschulen aus Mitteln der kommunalen Waldbewirtschaftung ermöglichen sollen. Für die Saatgutbeschaffung wurden zahlreiche Versuche (auch mit Stecklingen) durchgeführt. Das Team der Forest Station Bondali war immer offen für Neuerungen und ideenreich, und die beteiligten Waldbauern, zusammengeschlossen in der JABOKA-Gemeindewald-Vereinigung, zogen bereitwillig mit.


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